Ich bin mit meinen drei Geschwistern in einem geborgenen Zuhause in Karlsruhe aufgewachsen.
Wir mussten unsere Eltern sehr früh verabschieden. Mein Vater starb mit 50 Jahren und meine
Mutter mit 55 Jahren.
Es gab viele wunderschöne Höhen, aber auch schmerzhafte Tiefen in meinem Leben. Heute weiß ich,
es diente alles zu meiner Entwicklung.
Ich danke unserem Schöpfer für meine drei wundervollen Kinder.
Unsere Eltern waren gläubige Christen und so waren uns auch die kirchlichen Gepflogenheiten
bekannt. Mit 25 Jahren zog ich an den Bodensee und habe dort geheiratet. Im Laufe der kommenden
Jahre wurden mir zwei Kirchengemeinden zur Pflege anvertraut. Eine ehrenamtliche Aufgabe, die mich
nachhaltig geprägt hat. Ich habe in den 12 Jahren dieser Aufgabe viele Hochzeiten, Jubiläen, Taufen
und Trauerfeiern durchgeführt.
1997 habe ich dann aus innerem Drang und tiefster Überzeugung meinen Kirchenaustritt vollzogen.
Ich bin heute als Trauerredner institutionell ungebunden. Nach wie vor bin ich ein sehr gläubiger
Mensch und weiß um die unbeschreiblichen Kräfte und Mächte unseres Schöpfers und die Kraft und
Macht, die wir von ihm täglich geschenkt bekommen – wenn wir es wollen.
Mehr denn je ist mir heute bewusst, welche Wunder das Leben für uns bereithält.
Ich sehe meine Aufgabe als Abschieds- und Trauerredner hauptsächlich darin, Trost, Perspektive und
Freude zu verbreiten und mit den Angehörigen der/des Verstorbenen ein Stück des Weges gemeinsam
zu gehen.
Das Leben und der Tod gehören unzertrennbar zusammen. Mir ist es wichtig, die Einzigartigkeit eines
jeden Lebens, den Wert jedes Menschen spürbar werden zu lassen. Erinnerung, Dankbarkeit und
Hoffnung dürfen Raum einnehmen. Frieden darf einziehen.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Ingo Ehrich